Die Zahl der an rheumatoider Arthritis erkrankten Menschen in Deutschland nimmt offensichtlich zu – bei insgesamt höherer Prävalenz als bislang angenommen. Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren einer Publikation zur Epidemiologie der RA im Zeitraum 2009-2015.
Pneumologie und Rheumatologie haben mehr miteinander zu tun, als gemeinhin angenommen. So gab es auf dem Pneumologiekongress 2018 ein fachübergreifendes Symposium zu diesem Thema.
Der Interleukin-6-Inhibitor Tocilizumab bewirkt laut einer retrospektiv durchgeführten Datenbankanalyse einen signifikanten Anstieg der Hämoglobinspiegel von Patienten mit rheumatoider Arthritis. Besonders ausgeprägt war der Effekt bei Patienten mit einer Anämie und Therapiebeginn im ersten Jahr nach RA-Diagnose.
Auch wenn Ergebnisse einer randomisierten Studie noch ausstehen: Glukokortikoide scheinen das Ansprechen von Patienten mit RA auf den JAK-Inhibitor Tofacitinib nicht zu verbessern. Sowohl für die Tofacitinib-Monotherapie als auch dessen Kombination mit Steroiden belegen Studien eine bessere Wirksamkeit im Vergleich zu MTX.
Kann ein höheres Lebensalter der Grund sein, Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) zielgerichtete Therapien vorzuenthalten? Auf keinen Fall, meinen die Autoren einer Publikation zur Wirksamkeit und Sicherheit von Baricitinib bei Patienten unterschiedlicher Altersgruppen.
Metaanalyse kommt zu dem Ergebnis, dass höhere MTX-Dosierungen bei Patienten mit kürzlich diagnostizierter RA zumindest in den ersten Monaten nach Therapiebeginn mit keinem besseren klinischen Outcome assoziiert sind als niedrigere Dosierungen.
Eine neue Untersuchung der Verbraucherzentrale NRW lenkt den Blick auf Gesundheits-Apps. Der Hintergrund: Unzählige Startups, Pharmaunternehmen, aber auch Einzelpersonen entwickeln Anwendungen, die man einfach übers Smartphone herunterladen und abrufen kann.
Die Zahl der Patienten, die in Deutschland von einer rheumatoiden Arthritis betroffen sind, ist laut einer Auswertung des Versorgungsatlas höher als bisher angenommen. Ältere Schätzungen gingen von einer Erkrankungshäufigkeit von etwa 0,8 bzw. 0,9 Prozent der Bevölkerung aus, tatsächlich lag die Zahl im Jahr 2014 bundesweit bei etwa 1,2 Prozent.
Eine frühe Diagnose und eine frühe DMARD-Therapie verbessert die klinischen Ergebnisse von Patienten mit rheumatoider Arthritis entscheidend. Doch einer Gruppe bleibt dieses "Window of Opportunity" offenbar oft verschlossen: Den seronegativen Patienten.
Non-Compliance ist ein großes Problem in der Medizin, insbesondere bei der langfristigen Behandlung chronischer Erkrankungen. Exakte Zahlen können naturgemäß schwer ermittelt werden, doch geht man davon aus, dass durchschnittlich mindestens 30-50 % der Chroniker ihre Medikamente nicht bzw. nicht so wie verordnet einnehmen.
Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Karolinska Institutes weist der Antibabypille einen Schutz vor rheumatoider Arthritis zu. Diese Präventionsstrategie könnte schon bald die Wissenschaft revolutionieren.
Noch bis Anfang der 2000er Jahre mussten sich Rheumatologen bei der Behandlung der rheumatoiden Arthritis (RA) größtenteils mit der Symptomlinderung begnügen – von der realistischen Option einer vollständigen Remission konnte noch keine Rede sein.
Rheumatologen sehen immer mehr Krebspatienten in ihrer Praxis. Warum sich rheumatischen Symptome als Nebenwirkung der onkologischen Therapie entwickeln und wie man sie behandelt, waren spannende Themen auf dem diesjährigen DGRh-Kongress in Stuttgart.
Warum die Treat-toTarget-Therapie so wichtig und ihre Umsetzung so schwierig ist, wie die neuen Empfehlungen der EULAR aussehen, ob der Therapieabbau bei anhaltender Remission sinnvoll oder gefährlich ist und wie man mit Komorbiditäten umgehen soll – das waren die Themen einer hochrangig besetzten "Win-Session" auf dem DGRh-Kongress.